Wahlperiode 2026 - 2032
Unsere 3 Stadtratsmitglieder im Stadtrat in Neu-Ulm
Kati Ernst
Mein Name ist Kati Ernst, ich bin Jahrgang 1980, geboren in der Nähe von Magdeburg und lebe nun seit über 20 Jahren in der Schwesternstadt Ulm/Neu-Ulm. Beruflich bin ich Ingenieurin der Energietechnik und arbeite in einem mittelständischen Industrieunternehmen, das Brennstoffzellen entwickelt und produziert.
Das i-Tüpfelchen zum Eintritt in die Linke hat diese Checkliste von Katapult Anfang 2025 gegeben. Im Juli 2025 rückten die bayerischen Kommunalwahlen in den Fokus und ich dachte – das ist meine Chance, ganz konkret und vor Ort für meine Werte und Überzeugungen einzustehen: Der Mensch ist im Grunde gut! Wohlstand für alle!
Meine Antriebe
- Menschen leben in Armut und es wird immer so getan, als wäre es ihr eigenes Verschulden. Krankheit, persönliche Krisen oder Arbeitslosigkeit – es kann jeden treffen. Jobcenter und Agentur für Arbeit sollten Hilfestellung geben, gesund zu werden, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und an sich selbst zu glauben!
- Die schulische Laufbahn bestimmt unser ganzes Leben! Und sie ist vom Glück abhängig. Vom Glück, in einer reichen oder armen Familie geboren zu sein.
- Mir wurde mein Leben lang verkauft, dass die „Wirtschaft“ Entlastungen benötigt, dass Minijobs den Arbeitsmarkt zu unser aller Wohl flexibilisieren, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ausland verlieren, wenn wir nicht die Löhne drücken und Sozialleistungen kürzen. Dass der Markt die klügste und effizienteste Lösung finden wird. Und was ist dabei herausgekommen?
- Minijobs verdrängen reguläre Jobs und führen direkt in die Altersarmut.
- Das Reallohnniveau war im Januar 2026 auf dem Niveau von 2019.
- Gleichzeitig stieg die Anzahl der Milliardäre in Deutschland auf 172. Sie besitzen so viel, wie die ärmere Hälfte Deutschlands, und ihr Vermögen ist im vergangenen Jahr um 16% gestiegen!
- Die deutsche Wirtschaft schwächelt, weil der Fokus seit Jahrzehnten auf Export liegt. Deutsche Autos will aber keiner mehr haben.
- Das Rentenniveau liegt nur noch bei 48%.
- Mieter bibbern vor Angst vor Mieterhöhung oder Eigenbedarfskündigung.
Meine Ziele für Neu-Ulm (2026–2032)
In den nächsten 6 Jahren möchte ich mich für Neu-Ulm auf die Punkte konzentrieren, bei denen ich vor Ort etwas ändern kann:
- Bezahlbarer Wohnraum: Die Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft NUWOG und die Baugenossenschaft Neu-Ulm BGNU müssen sich darauf fokussieren, !!bezahlbaren!! Wohnraum zu schaffen.
- Leerstand erfassen: Durch die Stadt zwischenvermieten lassen, Leerstandsabgabe einführen.
- Kommunale Kontaktstelle für Zweckentfremdung von Mietwohnungen schaffen.
- Donausteg in Neu-Ulm muss unterbrechungsfrei auch in der Bauphase nutzbar sein.
- Vereine fördern und an soziale Verpflichtungen koppeln.
Kontakt
Folgt mir auf Instagram Kati_dielinke für Updates und eure Ideen! E-Mail: kati.ernst@die-line-gz-nu.de Lasst uns gemeinsam Neu-Ulm fairer machen.
Jelena Gotić
Mein Name ist Jelena Gotić, ich bin 25 Jahre alt und studiere soziale Arbeit.
Seit Januar 2025 bin ich Mitglied bei der Linken GZ/NU.
Ich lebe seit acht Jahren mit einer körperlichen Behinderung. Dementsprechend liegt mein Fokus auf Barrierefreiheit und Inklusion. Ich will mit meinem Mandat zeigen, dass Menschen mit Behinderung keine Randgruppe sind, sondern Teil und mittendrin in der Gesellschaft. Alleine in Bayern gibt es ungefähr 8,8 %, also 1,1 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Barrierefreiheit ist kein Extra Wunsch für eine kleine Gruppe. Sie hilft auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit temporären Verletzungen und Menschen mit nicht so guten Deutschkenntnissen. Eine Stadt, die barrierefrei ist und Inklusion fördert, ist eine Stadt, die für alle funktioniert und genau dafür möchte ich mich einsetzen
Solidarische Grüße, Jelena.
Jessica Hase
Viele solidarische Grüße an alle!
Im Rahmen der Kommunalwahlen 2026 haben wir die Möglichkeit bekommen, uns vorzustellen. Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mir persönlich und unserem Kreisverband ihr Vertrauen geschenkt haben.
Dass ich so unverhofft Mandatsträgerin geworden bin, ehrt mich sehr – und selbstverständlich werde ich mein Bestes geben!
Ich heiße Jessica Hase, bin 26 Jahre alt, habe nach der Schule ein FSJ gemacht und bin dadurch im Rettungsdienst gelandet. Seit 2018 arbeitete ich dort als Rettungssanitäterin mit den entsprechenden Qualifikationen. Ende 2022 begann ich parallel ein Studium, das ich erst vor Kurzem abgeschlossen habe. Heute bin ich in der klinischen Forschung zu Leukämie tätig.
Zu Hause teilen meine beiden Katzen Medusa und Lilith meine Wohnung – mein persönlicher Safe Space. In meiner Freizeit widme ich mich neben meinem politischen Engagement dem Gärtnern, sammle Schallplatten, spiele Videospiele und interessiere mich für Darts.
Anfang 2025 trat ich dann der Linken bei. Der gesellschaftliche Rechtsruck wurde in den sozialen Medien so sichtbar wie noch nie, und ich fühlte mich oft allein in meiner Hoffnung auf ein gutes Leben für alle – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität oder sexueller Orientierung. Statt nur zuzusehen, wollte ich handeln. Schnell fand ich viele solidarische Menschen, die denselben Willen zum Verändern in sich tragen. Bald darauf wurde ich in den Vorstand gewählt und für den Vorsitz unseres Kreisverbands vorgeschlagen. Sowohl im Rettungsdienst als auch in der klinischen Forschung habe ich hautnah erlebt, wie groß die Ungleichheit in der Erforschung geschlechtsspezifischer Krankheiten ist. Das gesamte Gesundheitswesen ist überlastet, vielerorts längst über die Grenzen des Zumutbaren hinaus. Schichtarbeit, permanenter (Leistungs-)Druck und die Konfrontation mit Leid führen dazu, dass Menschen, die ihr Leben dem Helfen widmen, selbst an ihre Grenzen geraten. Das darf nicht sein.
In meiner neuen Rolle, die ich dank tausender Stimmen innehabe, sehe ich es als meine Aufgabe, die Stimme all jener zu sein, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Das Gesundheitssystem, – unsere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Notfalldienste und Praxen – darf sich nicht lohnen müssen, sondern muss wieder Menschen behandeln statt Zahlen optimieren.
Mieten und Lebenshaltungskosten müssen bezahlbar bleiben – kein Mensch sollte 12 Stunden täglich schuften müssen und sich dann auch noch schuldig fühlen, wenn mensch krank wird. Und wenn jemensch Hilfe braucht, muss Hilfe da sein. Solidarität darf nicht verhandelbar sein.



